Ablauf
Sechs Schritte, in dieser Reihenfolge. Die Zeiträume sind Erfahrungswerte für ein Produkt mittlerer Komplexität — sie verschieben sich, wenn Werkzeuge gebaut oder Zertifikate erst beschafft werden müssen. Wir nennen den Zeitrahmen lieber ehrlich als optimistisch.
Wir klären, was das Produkt können muss und woran es gemessen wird: Funktion, Maße, Material, Menge für den ersten Auftrag, Zielpreis, Termin und der Markt, in dem verkauft wird. Was Sie an Unterlagen haben — Zeichnung, Foto, Wettbewerbsprodukt, Muster — hilft; nichts davon ist Voraussetzung.
Wir identifizieren Hersteller, sprechen sie direkt an und sortieren aus: Wer produziert selbst, wer handelt nur? Wer hat Exporterfahrung in die EU? Wer antwortet überhaupt brauchbar? Ein großer Teil fällt in dieser Runde heraus, bevor Sie einen einzigen Namen zu sehen bekommen.
Angebote werden auf dieselbe Grundlage gebracht — gleiche Spezifikation, gleiche Menge, gleiche Lieferbedingung. Erst dann sind Preise vergleichbar. Sie bekommen die Übersicht mit Preisstaffel, Mindestmenge, Lieferzeit und Zahlungsbedingungen, dazu unsere Anmerkungen und eine Empfehlung.
Muster werden angefordert, geprüft und bewertet. Was abweicht, geht schriftlich und mit Bildern zurück; die Fabrik bestätigt die Änderung, bevor es weitergeht. Bei Bedarf zweite Musterrunde. Das freigegebene Muster bleibt als Referenz — an ihm wird die Serie später gemessen.
Spezifikation, Menge, Preis, Lieferbedingung, Termine, Verpackung und Prüfkriterien werden verbindlich festgehalten — in einem Dokument, auf das man sich später berufen kann. Zahlung erfolgt direkt zwischen Ihnen und dem Hersteller; wir halten kein Kundengeld.
Kontrolle während der Produktion und vor der Verladung, nach vereinbartem Prüfplan. Sie bekommen den Bericht mit Bildern und eine Empfehlung: freigeben, nacharbeiten oder stoppen. Danach Übergabe an Ihre Spedition oder an einen Partner, wenn Sie noch keine haben.
Damit sollten Sie rechnen
Nicht, um Erwartungen kleinzureden, sondern damit Sie es einplanen können. Fast jede Verzögerung kommt aus einer dieser vier Ecken.
Chinesisches Neujahr legt die Produktion für zwei bis vier Wochen still, davor ist alles überbucht und danach fehlt Personal. In Vietnam gilt Tết im selben Zeitraum. Wer im Januar bestellt, liefert nicht im Februar.
Eine zweite oder dritte Runde ist normal, keine Ausnahme. Wer sie einplant, verliert nichts; wer sie wegdiskutiert, bekommt sie trotzdem — nur später und teurer.
Prüfberichte für den europäischen Markt brauchen Zeit und ein fertiges Serienmuster. Das lässt sich nicht parallel zur Produktion erledigen.
Verfügbarkeit und Preise schwanken saisonal stark. Ein fertiger Auftrag, der zwei Wochen auf einen Platz wartet, ist keine Seltenheit.
Ob Produktidee oder fertige Zeichnung — im Gespräch lässt sich in zwanzig Minuten einschätzen, was der nächste sinnvolle Schritt ist.
Gespräch vereinbaren